Sieben Schritte zum ersten Smartphone Video

Das Smartphone liegt in Ihrer Hand und Sie drücken auf den Auflöser. Sie haben sich im Vorfeld schon viele Gedanken gemacht und freuen sich, dass es endlich los geht. Dann folgt die Enttäuschung: mit den Aufnahmen sind Sie im Anschluss nicht wirklich zufrieden. Bisher haben Sie mit Ihrem Smartphone zwar schon Fotos und einige Privataufnahmen gemacht. Sie finden aber, dass das nicht für einen professionellen Auftritt auf Social Media reicht.

Wie holen Sie also aus dem Gerät wirklich professionelle Aufnahmen heraus?

Hier sind die sieben “S” für Ihr erstes Handy-Video.

“Viel zu lernen du noch hast.”
Meister Yoda in Star Wars

Schritt 1: Star des Videos & Storyboard —

Zu Beginn sollten Sie überlegen: für wen mache ich das Video? Wer ist meine Zielgruppe und was spricht diese an?

Ganz wichtig ist es, ein einzelnes Thema – eine Überschrift – für das gesamte Video zu finden. Machen Sie für ein anderes Thema lieber ein neues Video.

Finden Sie heraus, welches Gefühl das Video transportieren soll: Spricht der Film den Verstand oder die Emotionen an? Ist es ein Erklärvideo oder zeigt es die (Helden)Reise einer Person? Welche Protagonisten brauche ich? Wichtig ist dabei ein roter Faden, denn auch hier gelten die Regeln des Storytellings.

Vorab sollten Sie unbedingt überlegen: welche Bilder brauche ich, um meine Geschichte zu erzählen? Diese Bilder notieren Sie dann in einem Storyboard. Hier ist ein Link zu möglichen Templates.

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Storyboard zu erstellen. Ich mag es eher Text basiert, andere mögen es lieber, die Story anhand von Zeichnungen zu visualisieren. Das finden Sie sicher schnell heraus.

Schritt 2: Story filmen —

Nehmen Sie Ihre einzelnen Szenen in verschiedenen Sequenzen auf. Achten Sie dabei auf verschiedene Einstellungen der gleichen Aktion (nah dran, weite Aufnahme mit viel Details). Am besten funktionieren Aufnahmen, in denen sich etwas bewegt oder etwas tut.

Achten Sie auf das Framing (den Bildausschnitt) und die Bildkomposition. Dabei sollten Sie den goldenen Schnitt berücksichtigen.

Überlegen Sie sich vorab, für welche Plattform Sie produzieren. Das bestimmt, ob Sie vertikale, horizontal oder quadratische Aufnahmen machen. Mit dem letzteren sind Sie meist auf der sicheren Seite…

Schritt 3: Stabilisieren —

Wie erhalten Sie wackelfreie Aufnahmen? Nehmen Sie ein Stativ, einen Stabilisator wie den Shoulderpod oder stützen Sie das Handy so wie im GIF mit Ihrem Köper.

Schritt 4: Sound —

 

Der Ton ist wichtig! Ein schlechtes Bild verzeihen die Zuschauer eher als einen schlechten Ton. Leider, denn das bringt uns in einer lauten Umgebung oftmals in Verlegenheit.

Deshalb sorgen Sie vor und verwenden Sie ein Ansteckmikrofon (z.B. SmartLav von Rode) oder die mitgelieferten Kopfhörer, die Sie sonst zum Telefonieren verwenden.

Achten Sie auf jeden Fall darauf, Nebengeräusche zu vermeiden und für ein Interview an einen ruhigen Ort zu gehen…

 

Schritt 5: Story im guten Licht —

 

Beachten Sie die Lichtverhältnisse! Die Smartphone Linse ist gut geeignet für natürliches Licht. Wenden Sie den Rücken der Sonne oder der Lichtquelle zu.

Wenn Sie sich noch mehr kümmern wollen, können Sie auch den Sonnenstand beachten. Hilfreich sind Apps wie Photo Buddy. Diese zeigt an, wie sie wo wann mit welchem Licht rechnen können.

 

Schritt 6: Schnitt mit Apps —

 

Der Schnitt mit der App Quik von GoPro ist das Einfachste. Hier ist auch gleich Musik verfügbar, die Sie kosten- und gemafrei verwenden dürfen.

Ansonsten gibt es noch vielfältige andere Apps oder weiterführende professionellere Schnitt-Apps wie Kinemaster oder Luma Fusion.

Hier geht es zu einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen Film mit Quik.

Schritt 7: Story veröffentlichen —

 

Vor dem Veröffentlichen überlegen Sie, in welchem Format der Film funktioniert.

Wollen Sie das Video sofort auf eine Social Media Plattform hochladen oder doch erst einmal vorplanen und einen Post dazu überlegen?

Wichtig: Untertitel werden wegen “mobile first” immer wichtiger. Die Leute können unterwegs nichts verstehen, wenn sie keine Kopfhörer dabei haben oder den Ton nicht gut hören können.

 

 

 

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